Die bayerische Landesgartenschau ist zu Ende. Unter dem Motto "Ganz schön Blume!" erlebten von April bis Oktober rund 800.000 Besucher das Gartenfestival an der Donau. Mit Stolz und Wehmut blickt das Team der Landesgartenschau auf 164 tolle Gartenschau-Tage zurück.
„Die mehrjährigen Vorbereitungen haben sich für die Stadt Neu-Ulm gelohnt“ so Berthold Stier, Geschäftsführer der Landesgartenschau, „mit Investitionen von über 11 Mio. Euro haben wir drei attraktive Parkanlagen inmitten der Stadt geschaffen, welche auch nachhaltig das Stadtbild verändern werden!“. In den drei Ausstellungsbereichen Wiley, Vorfeld und Glacis wurden rund 164.000 Blumenzwiebeln, 160.000 Frühjahrs- und Sommerblumen sowie 23.000 Stauden und 150 Bäume gepflanzt. Alle drei Geländeteile sind mit Brücken verbunden – somit können die Bewohner Neu-Ulms nun bequem vom Donauufer zu den drei Naherholungsgebieten gelangen.
„Ein Highlight dieser Landesgartenschau war sicherlich das neuartige Konzept mit drei Geländeteilen, und hier vor allem der Bereich Glacis mit modernen und innovativen Wohnformen der Zukunft“, so Claudia Knoll, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Neu-Ulm. „Hier hat sich die Landesgartenschau mit der Grundthematik zukünftiger Stadtentwicklung auseinander gesetzt und optimal an die Bedürfnisse Neu-Ulms angepasst“.
Aber auch das kulturelle Veranstaltungsprogramm konnte sich sehen lassen. Über 2100 Programmpunkte zählte die Gartenschau, darunter Konzertabende der „Münchener Freiheit“, der „Big Band der Bundeswehr“, den „No Angels“, sowie für Kinder die Premiere des NENA-Musicals „Madou und das Licht der Fantasie“.
16 thematisch unterschiedliche Ausstellungen in der Blumenhalle zeigten eine breite Palette floristischen Könnens. Stimmungsvolle Abende mit Kerzenschein und Pianomusik, wie z.B. bei der Rosenausstellung, zogen mehrere Hundert Dauerkarten-Besitzer an. Blumenwiesen, Staudenwelle und bunte Sommerblumen-Pflanzungen begeisterten alle Blumenfreunde.
Auch diverse Wettbewerbe fanden auf der Landesgartenschau statt. Im Mai wurde der neue Weltrekord im Luftballonblumen-Modellieren aufgestellt. Im Juni kämpften bayerische und baden-württembergische Floristen um „Die Silberne Rose". Wundervolle Feste wie Mittsommerfest, Lichterfest und Kinderfeste wurden gefeiert.
Sportlich gab sich der Geländeteil Wiley mit Skateranlage, der tiefsten Bowlanlage Süddeutschlands und Ballspielfeldern. Unlängst wurde im Wiley der AOK Nordic Walking Parcours von Rosi Mittermaier und Christian Neureuther eingeweiht. Auch diese Anlagen bleiben über die Landesgartenschau hinaus bestehen.
Die Auswirkungen der Landesgartenschau in Neu-Ulm spürte auch die angrenzende Nachbarstadt Ulm in Baden-Württemberg. „Wir Gästeführer hatten allerhand zu tun – neben 680 gebuchten Führungen über die Gartenschau waren auch die Stadtführungen in Ulm sehr gut gebucht“ so Eleonore Finkenzeller, Leiterin der Tourist Information im Stadthaus Ulm.
Die Organisatoren der Landesgartenschau sind sich einig: „Die Landesgartenschau hat sich gelohnt – für die Besucher, für die Stadt und vor allem für die kommende Generation“.
Im Rahmen der Abschlussfeier am 5. Oktober überreichten OB Gerold Noerenberg und Roland Albert (Vorsitzender der Fördergesellschaft bayerischer Landesgartenschauen) die Fahne der Bayerischen Landesgartenschauen an die Oberbürgermeisterin der Stadt Rosenheim, Gabriele Bauer. Rosenheim ist Ausrichterin der Landesgartenschau 2010. |